Mit Kinderaugen durch Alt Olvenstedt

Im Sommer 2012 startete unsere GWA Alt Olvenstedt mit den Kindern der Grundschule ein gemeinsames Projekt. Unter dem Motto „Mit Kinderaugen durch Olvenstedt“ machten sich die Kinder der Klasse 4 b auf den Weg. Die Klassenlehrerin Frau Scholdra übernahm gemeinsam mit den Kindern die Foto- oder Malaktion, bei der die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern während ihrer Spaziergänge Beobachtungen festhalten sollten, welche Orte und Flecken ihnen in unserem Stadtteil besonders gut gefallen oder aber missfallen. Viele handgemalte Bilder oder Fotografien wurden der GWA Sprecherin Karola Zedler in einem sehr geordneten Fotodokumentationsordner überreicht. Eine große Anzahl der Bilder bezog sich auf den Spielplatz im sogenannten Sauren Tal. Aufgrund der von Unbekannten vorgenommenen Schmierereien, fühlten sich die Kinder dort nicht mehr wohl und brachten ihren Unmut ganz deutlich zum Ausdruck. Genau dieser Unmut der Kinder war der Ansatz für unsere GWA Gruppe. Wir wollten den Kindern zeigen, dass uns ihre Meinungen sehr wichtig sind und ihre Verbesserungsvorschläge nicht im Sande verlaufen.

So wurde das Fortsetzungsprojekt „Mit offenen Kinderaugen durch Olvenstedt“ aus der Taufe gehoben. In einem Gespräch mit Herrn Hoffmann, Spielplatzleiter Stadtgartenbetrieb Magdeburg wurde die GWA darüber informiert, dass Graffitprojekte für Spielplätze sehr beliebt sind und bei den Kids großen Anklang finden. Dank der großen Unterstützung durch den Spielplatzleiter Herrn Hoffmann, dem Spielplatzpaten Albrecht Freise und dem Künstler Christoph Ackermann nahm nun das Graffitiprojekt seinen Lauf.

Die Schüler der Klasse 4 b wurden befragt, wie sie sich eine farbliche Verschönerung des Spielplatzes durch Graffiti vorstellen. Dazu fertigten die Schüler Skizzen an, die der Künstler Christoph Ackermann dann zu einem Gesamtwerk vereinte. Die Kinder regten u.a. an, dass zwei Pinnwände integriert werden sollten, damit diese für Schmierereien genutzt werden und die Spielgeräte dadurch vor erneuten Verschmutzungen verschont bleiben. Unter dem Aspekt, dass an den Pinnwänden auch Botschaften hinterlassen werden können, machten sich die Jungen und Mädchen der Klasse 4 b gute und tiefgründige Gedanken.

Der Graffiti-Künstler Herr Ackermann zeigte den Kindern, wie sie fachmännisch mit den Sprühdosen umgehen mussten und schon ging es in die Tat über. Mit großer Einsatzfreude und noch größerem Tatendrang gestalteten die Schüler der Klasse 4b, gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin und dem Graffiti-Künstler das neu entstandene Kunstwerk, das die Kinder als „ihr Paradies“ bezeichnen.

Kammerchor Young Voices in Olvenstedt

Am Sonntag gab der Egelner Kammerchor Young Voices in der Olvenstedter St. Laurentius Kirche ein Konzert. Zu Besuch war ein befreundeter Chor aus Kolumbien, das Ensamble vocal de Medellín.
Die jungen, strahlenden Stimmen des Egelner Chores füllten das Kirchenschiff und der Funke zum Publikum sprang sofort über. Es waren Volkslieder, wie z.B. das schwärmerische „Kommt, Ihr G´spielen“, gekonnte Adaptionen von Pop-Songs, klassische Chorlieder sowie internationale Lieder zu hören.

Die stimmgewaltigen kolumbianischen Sängerfreunde brachten schwermütige Lieder mit, aber auch fröhliche Tanzgesänge, bei denen es die Zuhörer kaum auf den Sitzen hielt.
Das Konzert endete mit dem gemeinsam gesungenen Lied „O Täler weit, o Höhen“. Ein wunderbarer Sonntag-Nachmittag!

Fotos: Werner Schulze

„Frühling in Berlin und Wien“ mit dem Trio Sang & Klang

2012 gastierte das Duo Sang & Klang schon einmal in der Kulturscheune. Aus dem Duo wurde diesmal ein Trio, verstärkt durch Frau Klang. Passend zur Jahreszeit umfasste das Programm Bekanntes und weniger Bekanntes aus dem „Frühling in Wien und Berlin“. Der Wiener Frühling startete mit Ohrwürmern wie „Leb wohl, mein kleiner Gardeoffizier“ und der wohl seltener gehörten Klage über das model-dünne Leopoldinchen (Leopoldine hätte sich halt am Kulturscheunen-Kuchenbüffett bedienen sollen!).

Dass Olvenstedt weit näher an Berlin als an Wien liegt, war im zweiten Teil des Programms deutlich zu spüren, da sprang der Funke endgültig über. Die Olvenstedter sangen mit, obwohl es dieser Unterstützung nicht bedurft hätte. Dass die Sangs dann auch noch – linksrum – tanzten, kam beim Publikum bestens an.

Und wenn die Besucher auch nicht erst „früh um fünfe“, wie die Zugabe verhieß, nach Hause gingen, so doch sehr beschwingt und gewiss in der Hoffnung auf ein Wiedersehen und –hören mit Sang und Klang.

Text: Christina Stieler
Fotos: Werner Schultze